Ein neues Kapitel an der alten Mauer
„Namensgebend für unser Vorhaben ist die Sandsteinmauer“, berichtet Kay-Uwe von Hebel, einer der insgesamt sechs Bauherren aus Rheine. „Für uns ist es sehr schön, dass die alte, denkmalgeschützte Mauer Teil der Außenanlagen ist.“ An Form und Farben der Mauer wird sich auch die Architektur der Häuser orientieren: Sie werden eine Klinkerfassade in beiden Farbtönen erhalten. „Das passt gut zu Münster“, sagt von Hebel, „und ist langlebig.“
Bauvorhaben mit Verantwortung
Der langfristige, nachhaltige Blick ist der Investorengemeinschaft wichtig. Von Hebel hat fünf Investoren gefunden, die zu zweit je eine Projektgesellschaft gegründet haben: TP Immobilien, VH-NH Immobilien und die HOLIM eGbR. Alle sind regional verwurzelt und gehen mit persönlichem Einsatz an das Projekt. Für OXWall bündeln sie ihre Erfahrungen in Projektentwicklung, Bau, Vermietung und Verwaltung. Die Wohnungen bleiben dauerhaft im eigenen Bestand, die Wohnungsverwaltung wird selbst übernommen. Es geht ihnen um Verantwortung und um die Überzeugung, dass gute Projekte dann entstehen, wenn die Menschen dahinter selbst engagiert bleiben.
Soziale Balance erhöhen
Auf dem länglichen Baufeld finden drei Baukörper mit insgesamt rund 43 Wohneinheiten Platz – jeder mit eigenem Treppenhaus, das gestalterisch herausgearbeitet wird. Ein Mix aus Geschosswohnungen und Reihenendhäusern sorgt für Vielfalt. Zielgruppe sind vor allem Familien, ergänzt durch kleinere Einheiten; die Wohnungen sind teils öffentlich gefördert, teils freifinanziert. Von Hebel ist überzeugt: „Eine ausgewogene soziale und demografische Durchmischung ist wichtig – das bringt Leben ins Objekt.“ Laubengänge mit Aufenthaltsnischen fördern die Begegnung der Wohnparteien. Die Grundrisse ermöglichen flexible Wohnungsaufteilungen und sind vollständig inklusiv und barrierefrei gestaltet.
Nachhaltigkeit als Leitprinzip
„Um die Nebenkosten gering zu halten und damit bezahlbaren Wohnraum zu ermöglichen, sorgen wir zum Beispiel für ein gutes Energiekonzept“, erklärt von Hebel. Die Gebäude werden in Massivbauweise im KfW-40-Standard mit QNG-Zertifizierung errichtet. Zu den weiteren zentralen Bausteinen der klima- und ressourcenschonenden Konzeption gehören unter anderem die Retentions-Gründächer mit Photovoltaik sowie naturnahe Außenanlagen mit geringem Versiegelungsgrad und integrierten Regengärten. Auch das Mobilitätskonzept ist mit Car-Sharing-Angeboten, einer Ladeinfrastruktur für E-Mobilität und erhöhtem Fahrradkomfort mit geschützten Abstellmöglichkeiten auch für Lastenräder zukunftsfähig aufgestellt.